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iplt:berger_und_hausen_molekularantrieb

Der Berger und Hausen Molekularantrieb (Jojo-Drive)

Von Dipl. Ing. Johannes Berger und Prof. Dr. Johanna von Hausen im Jahre 10 v.NSZ entwickelt, ist der nach ihnen benannte und scherzeshalber oft mit „Jojo-Drive“ bezeichnete Antrieb bis heute der einzig für den interstellaren Flug verwendete.

Trotz der hohen Risiken durch die sehr instabilen Treibsatzkapseln überwiegen die Vorteile deutlich: der Jojo-Drive ist in der Lage, nahezu jede beliebige Masse im Bruchteil einer Sekunde an jeden bekannten Punkt im Universum zu katapultieren. Alle anderen für den interstellaren Flug entwickelten Systeme benötigen immer noch von der Entfernung abhängige Flugzeiten von mehreren Jahren. Sie sind durch den Jojo-Drive völlig überholt und werden technisch kaum noch weiter entwickelt.

Zur Minderung der Unfallrisiken durch einen Kapselbruch des Jojo-Treibsatzes gelten für interstellare Fähren besondere Richtlinien:

Bei Bau einer Fähre wird ihr die Koordinate einer „Stammposition“ eineindeutig zugewiesen, die sich in jedem bekannten System an derselben Stelle über der Sonnenoberfläche befindet. Nach dem Verlassen der Werft begibt sich die Fähre zuerst an diese Koordinate des Heimatsystems und erst dort werden die Treibsatzkapseln eingebaut. Von diesem Moment an springt die Fähre – egal ob mit oder ohne Fracht – nur noch zwischen den Sonnen der Systeme hin und her und hat so in jedem System „ihren eigenen Parkplatz“.
Aufgrund der enormen Größe auch der kleinsten Sonne kann auf diese Weise eine Kollision zwischen zwei Fähren fast vollständig ausgeschlossen werden.

Sollte es in einer Fähre zu einem Treibsatzkapselkollaps kommen, hat die Crew die strikte Anweisung, das Schiff auf der Stelle per Not-Cockpit-Abwurf zu verlassen. Der Befehl zum Not-Cockpit-Abwurf löst außerdem ein Flugmanöver ein, das die Fähre in die Sonne stürzen lässt. Sollte sich eine Fähre – egal aus welchem Grund – mehr als eine bestimmte Toleranz von ihrer Stammposition entfernen, wird die Not-Cockpit-Abwurf-Sequenz (NCAS) automatisch eingeleitet.

Raumschiffe, die sich von einer Fähre durchs All bringen lassen, dürfen sich erst wenige Minuten vor dem Sprung, und nur nach ausdrücklicher Aufforderung durch den Fährenkapitän, der Fähre nähern. Innerhalb von 15 Sekunden nach dem Ankoppeln hat der Sprung zu erfolgen, innerhalb von 15 Sekunden nach dem Sprung muss abgekoppelt werden. Umgehend nach dem Abkoppeln muss sich der „Fahrgast“ von der Fähre entfernen.

iplt/berger_und_hausen_molekularantrieb.txt · Zuletzt geändert: 2020/08/12 10:38 (Externe Bearbeitung)